Sensenkurs

Das Mähen mit der Sense ist nicht nur faunaschonend und sehr effektiv, sondern auch leise und gesund. Am 23. Juli von 17 bis ca. 20 Uhr gibt Sensenlehrer René Kunze eine gründliche Einführung in diese traditionelle Mähtechnik. Wir erlernen die individuelle Einstellung der Sense, das Wetzen und Dengeln, die kräftesparende Handhabung und üben uns im Mähen auf freier Fläche und zwischen Sträuchern.

Der Teilnahmebeitrag in Höhe von 15 € kommt dem Projekt Streuobstwiese der Hennebergschule, Göttingen, zugute. Darüber hinaus freuen wir uns über Spenden für den FriedlandGarten.

Anmeldungen unter E-Mail: friedlandgarten@leb.de

Sensenlehrer René Kunze verleiht dem Sensenblatt mit einem nassen Schleifstein den letzten Schliff.

Weidenbau

Im Mai haben wir fünf Meter hoch gebaut und das ganz ohne Baugenehmigung. Die brauchte es auch nicht, denn das Gebäude lebt. Kinder, die am Osterferienprogramm der Gemeinde teilnahmen, bewältigten den schweren Baubeginn: das Ausheben eines rund 30 cm tiefen Grabens. Mit einigen Freiwilligen ging es weiter: Für jede Rute mussten nochmals tiefe Löcher in den Graben gebohrt, die Ruten gesteckt und miteinander verflochten werden. Gut gewässert wurde der Graben wieder zugeschüttet. Nun sind wir gespannt, wann unser „Gartendom“ ergrünt.

Umveredeln

Apfelbaum mit frischen Edelreisern

Unsere Baumwarte Hubertus und Ulrich haben einem alten Apfelbaum neues Leben eingehaucht, indem sie ihn mit Reisern von verschiedenen Apfelsorten umveredelten. Wenn das Anwachsen gelingt, wird uns die alte Goldparmäne künftig auch noch mit den Früchten von Berlepsch, Boskop, Glockenapfel, Finkenwerder Prinzenapfel und Landsberger Renette beschenken.

Kartoffelprojekt

Kinder beim Kartoffeln setzen

Kartoffeln können wundersame Namen tragen, z.B. „Rosa Tannenzapfen“, „Blaue Hindelbank“ und „Schwarze Ungarin“. Diese Sorten und noch einige mehr brachten die Pädagoginnen des RUZ Reinhausen für ein Kooperationsprojekt mit den zweiten Grundschulklassen in den FriedlandGarten. Die vielen Farben und Formen der Kartoffeln versetzten nicht nur die Kinder in Staunen.  In einem Rollenspiel stellten sie dar, mit welchem Trick König Friedrich der Große es vor mehr als 250 Jahren schaffte, die tolle Knolle hierzulande einzubürgern. Und natürlich pflanzte jedes Kind auch seine eigene Kartoffel. Jetzt gilt der Vorsatz, sie bis zur Ernte im Herbst sorgsam zu umhegen und zu pflegen.

Neue Kurse im FriedlandGarten

Obstgehölze schneiden

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Auch in diesem Jahr bieten wir im FriedlandGarten wieder Obstgehölzschnittkurse an: Ende Februar geht es um das Beerenobst (Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren) und den Schnitt von kleinwüchsigen Apfelspindeln. Zwei Wochen später wird der fachgerechte Schnitt von Obstbäumen wie Apfel, Birne, Pflaume und Kirsche behandelt.

Kurstermine, jeweils 14 bis ca. 17 Uhr:

  • Schnitt von Beerenobst und Apfelspindeln: 26. Februar 2021, 20 €; Anmeldefrist: 19. Februar
  • Schnitt von Obstbäumen:  12. März 2021, 20 €; Anmeldefrist: 5. März

Um ausreichende Abstände gewährleisten zu können, ist die Teilnehmer*innenzahl auf 12 Personen begrenzt; wir bitten um Ihr Verständnis! Warme, wasserfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind sehr zu empfehlen. Die Kurse finden ausschließlich im Freien statt! Für Übungszwecke kann gerne eigenes Werkzeug mitgebracht werden.

Anmeldungen: bevorzugt per Mail an: friedlandgarten@leb.de oder Tel. 0163 2444954 bzw. 0177 3328727

„Sollten die Kurse aufgrund von Corona-Schutzmaßnahmen nicht durchgeführt werden können, informieren wir Sie auf dieser Seite.“

Obstgehölze veredeln

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Teil I –Winterhandveredlung– erläutert die botanischen und gärtnerischen Grundlagen der Obstgehölzvermehrung. Mit dem Kopulationsschnitt wird die grundlegende Veredelungstechnik vorgestellt und von den Kurs-TN eingeübt. Anschließend werden Wurzelunterlagen und Edelreiser zu neuen, jungen Obstbäumchen zusammengefügt. Je TN können zwei davon mit nach Hause genommen werden.

Teil II –Umveredeln– greift die im ersten Teil vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten auf und vertieft sie im Hinblick auf das Umveredeln älterer Obstbäume. Dazu werden verschiedene Reiser-Pfropftechniken vorgestellt und vergleichend beurteilt. Anschließend wird das Umpfropfen älterer Obstbäume demonstriert und eingeübt.

Teil III –Sommerveredlung– stellt mit der Okulation die wichtigste Technik der Augenveredlung vor. Nach der Erläuterung der theoretischen Grundlagen üben die Kurs-TN das Verfahren an selbst mitgebrachten oder im Garten frisch geschnittenen Edelreisern. Ein selbst okuliertes Bäumchen je TN kann mit nach Hause genommen werden.

Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt. Wurzelunterlagen, Edelreiser und Veredelungsmaterial werden zur Verfügung gestellt. Veredelungsmesser werden ebenfalls gestellt und können auf Wunsch im Kurs erworben werden (ca. 20,- € Aufpreis).

Bitte eigene Gartenschere und Arbeitshandschuhe mitbringen, sofern vorhanden. Die Kurse finden draußen statt, daher bitte an witterungsangepasste Kleidung und Schuhwerk denken!

Kurstermine, jeweils 14 bis ca. 17 Uhr:

  1. Winterhandveredlung (Kopulation):            26. März 2021;      25 €
  2. Umveredeln (Hinter die Rinde pfropfen):     23. April 2021;       20 €
  3. Sommerveredlung (Okulation):                    30. Juli 2021;           20 €

Anmeldefrist für Kursteil Winterhandveredlung: 12. März

Die Kurse können einzeln oder im Block gebucht werden (60,- €). Bei Überbuchung haben Interessent*innen, die an allen drei Terminen teilnehmen möchten, Vorrang.

Wurzelunterlagen, Edelreiser, Veredelungsmaterial und Veredelungsmesser werden gestellt. Veredlungsmesser können auf Wunsch im Kurs erworben werden (ca. 20 € Aufpreis). Sofern vorhanden, bitte eigene Gartenschere und Arbeitshandschuhe mitbringen.

Ort für Schnitt- und Veredlungskurse ist der FriedlandGarten: an der B 27 aus Richtung Göttingen, am Ortseingang Friedland vor der Leinebrücke rechts, Radweg kreuzen, ca. 100 m.

Referent für alle angebotenen Kurse ist Hubertus Rölleke, Gartenfachberater, Obstbaumpfleger und Baumwart-Ausbilder.

Anmeldungen: bevorzugt per Mail an: friedlandgarten@leb.de oder Tel. 0163 2444954 bzw. 0177 3328727

„Sollten die Kurse aufgrund von Corona-Schutzmaßnahmen nicht durchgeführt werden können, informieren wir Sie auf dieser Seite.“

Grundschüler stellen eigenen Apfelsaft direkt in der Natur her

Die EAM unterstützt den FriedlandGarten mit einer Saftpresse und einer Obstbaumleiter

Voller Vorfreude auf den leckeren Apfelsaft: Die Kinder der Klasse 2a aus der Grundschule Friedland mit hinten von links Klassenlehrerin Frauke Nünchert, FSJler Lorenz Riethmüller, den Projektverantwortlichen Dorothee Pohl und Heidrun Mitze sowie Axel Fette, Leiter der EAM-Ne; zregion Göttingen/Northeim

7. Oktober 2020

FRIEDLAND. Apfelsaft schmeckt gut, Apfelsaft ist gesund. Aber wie wird der leckere Saft eigentlich hergestellt? Davon konnten sich am Mittwochmorgen knapp 40 Schülerinnen und Schüler der Grundschule in Friedland ein Bild machen. Sie besuchten den FriedlandGarten und stellten gemeinsam mit dem Projektteam Heidrun Mitze und Dorothee Pohl frischen Apfelsaft mit einer mobilen Saftpresse her. Gefördert wird das Projekt von der EAM, die dem interkulturellen Gartenprojekt die Anschaffung der Saftpresse und einer sicheren Obstbaumleiter zum Pflücken der reifen Früchte und zur Pflege des großen Obstbaumbestandes ermöglichte. „Es ist toll, dass uns die EAM so tatkräftig unterstützt“, freute sich Projektleiterin Heidun Mitze über das Engagement des kommunalen Energieversorgers. „Die Kinder sind mit großem Eifer bei der Sache und lernen in der Praxis viel Wissenswertes über Äpfel und den Wert unserer Nahrungsmittel.“

Auch Axel Fette, Leiter der EAM-Netzregion Göttingen/Northeim, zeigte sich vor Ort begeistert vom großen Wissensdurst und Tatendrang der jungen Schüler, die die Äpfel vor dem Pressen eigenhändig sammelten und in kleine Stücke schnitten. „Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielen in unserem Unternehmen eine sehr wichtige Rolle“, sagte Axel Fette. „Das passt hervorragend mit den Zielen des FriedlandGartens zusammen, weshalb wir das Projekt sehr gerne unterstützen und hoffen, dass noch möglichst viele Kinder und Erwachsene von der Arbeit und den Angeboten hier vor Ort profitieren werden.“

Erntehilfe gesucht!

Für unseren Mosttermin in der Anlage in Reiffenhausen können wir noch helfende Hände gebrauchen. Eine Apfelernte- und Sammelaktion machen wir am Mittwoch, den 14. Oktober ab 14 Uhr. Erntehelfer*innen sind sehr willkommen. Wer mitmachen möchte, melde sich am besten per Mail unter friedlandgarten@leb.de oder mittwochs oder freitags telefonisch unter 0177-3328727 (Heidi Mitze) oder 0163-2444954 (Doro Pohl).

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FriedlandGarten-Team würdigt Förderer und Unterstützer

Ende der ersten Förderphase +++ Ausblick auf die Projektfortführung

Göttingen, den 08.09.2020

Am 9. September 2020 um 11 Uhr lädt das Projektteam des FriedlandGartens auf das Gartengelände ein, um die vergangenen drei Jahre zu resümieren und einen Blick auf zukünftige Aktivitäten zu werfen.

Im Juli 2020 endete für den FriedlandGarten die dreijährige Förderphase mit dem EU-Programm LEADER und der Gemeinde Friedland als Hauptgeldgeber. Inzwischen haben der Landkreis Göttingen und die Gemeinde Friedland zugesichert, das Projekt bis Ende 2020 zu unterstützen. Das Projektteam bedankt sich bei allen Förderern, den Teilnehmenden und den Helfer*innen und verdeutlicht, dass für die langfristige Erhaltung des interkulturellen Gartenprojekts weitere Fördermittel notwendig sind. Denn sowohl für die Planung, Organisation und Bewirtschaftung des 8.000 m² großen Gartenlandes, als auch für die Betreuung der teilnehmenden Menschen sei eine intensive hauptamtliche Begleitung nötig. Ziel des Projekts ist es, Begegnung und Verständigung zwischen den Kulturen zu fördern, Grundsteine für die Integration von Geflüchteten zu legen und Natur- und Gartenerlebnisse zu ermöglichen.

„Der FriedlandGarten hat  sich zu einem besonderen Ort entwickelt. Seit Projektbeginn 2017 haben viele Hundert Menschen – einheimische wie geflüchtete – den Garten in seiner vielseitigen Ausrichtung mitgestaltet. Gemeinsam wurde eine interkulturelle Begegnungsstätte geschaffen, die Frieden und Verständigung stiftet, und gleichzeitig ein weitläufiger Garten-, Naturschutz-, Lern- und Naturerlebnisraum für Kinder und Erwachsene ist“, berichten die Projektkoordinatorinnen Heidrun Mitze und Dorothee Pohl. Neben den regelmäßigen offenen Gartentagen habe es in den vergangenen drei Jahren ein vielfältiges Kurs- und Seminarangebot gegeben, beispielsweise zu Bienen, dem Sensen oder Wildkräutern, an dem zahlreiche Menschen aus der Region teilnahmen.

Zur geplanten einstündigen Veranstaltung mit einer Vorstellung des Gartens, einem Rundgang und kurzen Grußworten sind unter anderem Marcel Riethig (Kreisrat), Christel Wemheuer (erste Kreisrätin u. LEADER-Lokale Aktionsgruppe (LAG)-Vorsitzende, Hartmut Berndt (LEADER-Regionalmanager), Andreas Friedrichs (Gemeindebürgermeister) und Heinrich Hörnschemeyer (Leiter Grenzdurchgangslager) eingeladen.

Hintergrund:

Das Projekt FriedlandGarten startete als interkultureller Gemeinschaftsgarten im April 2017 in der Trägerschaft der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in Südniedersachsen.

Bis April 2020 waren Fördermittel- und Spendengeldgeber: das EU-Programm LEADER, die Gemeinde Friedland, der Nothilfefonds der Caritas (Bistum Hildesheim) sowie ADM Hamburg AG.

Seit August 2020 wird das Projekt durch Fördermittel der Gemeinde Friedland und des Landkreises Göttingen unterstützt; zusätzliche Spendengeber sind die Sparkasse Göttingen sowie die VR-Bank in Südniedersachsen.